Begegnung im Ried
GEMÜSEANBAU
Östlich von Hoerdt in Richtung La Wantzenau befindet sich ein ausgedehntes Feuchtgebiet : das Ried. Hier sorgten viele kleine Gräben dafür, dass der Boden auch in heißen und trockenen Sommern feucht und
kühl blieb – günstige Voraussetzungen für den Gemüseanbau. Die Überschwemmungsgebiete wurden vor allem als Grünland genutzt.
Auf diesen fruchtbaren Böden hat der Gemüseanbau eine lange Tradition : Zwiebeln, Tomaten, Radieschen, Lauch, Sellerie, Kohl, Bohnen, Kartoffeln, Erbsen und Mais.
Die Ernte diente dem eigenen Verzehr oder wurde direkt auf dem Markt, an örtliche Großhändler (Krembe) oder die Genossenschaft verkauft.
Der Gemüseanbau war in der Hand von Familienbetrieben, und das Ried glich einem Mosaik aus blumengeschmückten Gemüsegärten. Auf Schritt und Tritt begegnete man hier Frauen und Männern jeden Alters bei der Gartenarbeit. Im Süden und Westen des Dorfes waren die Parzellen größer und wurden von Großbauern bewirtschaftet.
Allmählich entwickelten sich die familiär geführten Höfe zu modernen Landwirtschaftsbetrieben.
