04-Deutsch-GUTE BÖDEN FÜR SPARGEL

Im Zuge der Mechanisierung des Anbaus wurden die Spargelhaufen durch Spargeldämme ersetzt

GUTE BÖDEN FÜR SPARGEL

Sandböden

Früher führte die stark mäandernde Zorn im Frühjahr viel Wasser, und es kam häufig zu Überschwemmungen. Erst später wurde dies durch den Bau von Deichen verhindert.

Auf dem überfluteten Land vermischte sich ausgeschwemmter Rotsandstein aus den Nordvogesen mit der Erde zu dem sandigen Lössboden, der für den Süden und Westen des Dorfes charakteristisch ist.

In Hoerdt gedeiht Spargel besonders gut, da er hier leichte, wasserdurchlässige, tiefgründige Böden vorfindet.

Spargeldämme: typisch Hoerdt

Früher legten die Bauern nach der Bodenvorbereitung mit Hacken sogenannte Spàrichelhiffe an. Mit diesen
Spargelhaufen sollte eine optimale Sonneneinstrahlung erreicht werden, damit sich die Erde schnell erwärmen und der Spargel möglichst früh geerntet werden konnte.

Die Spargelhaufen haben den Hoerdter Feldern ihren Stempel aufgedrückt und ein sehr typisches Landschaftsbild geschaffen.

Der Abstand zwischen den Spargelklauen, wie der Wurzelstock genannt wird, betrug damals 1 bis 1,20 Meter, damit das Rhizom genug Platz hatte, um sich im Laufe der Jahre auszubreiten.

Bei den heute üblichen ertragreicheren Spargelhybriden sind die Klauen nur 25 Zentimeter voneinander entfernt. Dadurch hat sich die Lebensdauer von Spargelanlagen verringert : Früher betrug sie 15 Jahre, heute nur noch 8.